Chronische Schmerzen sind nicht nur ein körperliches Phänomen, sie haben immer auch Einfluss auf die Psyche des Betroffenen.
Zum Beispiel, indem sie die Stimmungslage beeinträchtigen oder die Möglichkeiten einschränken, am Leben aktiv teilzunehmen. Auf der anderen Seite beeinflusst die Psyche auch unser Schmerzerleben: Wie stark ein Schmerz erlebt wird, hängt immer auch von der Gefühlslage, den Erfahrungen und Bewertungen des Betroffenen ab. Auch spielen Aufmerksamkeitsprozesse, kulturelle Prägungen und die aktuelle Lebenssituation eine Rolle.
In einem ausführlichen psychodiagnostischen Aufnahmegespräch werden unter Einbeziehung psychologischer Screening Verfahren schmerzverstärkende und aufrechterhaltende Faktoren gemeinsam mit dem Patienten identifiziert. Im weiteren Behandlungsverlauf wird der Patient in verschiedenen Einzel- und Gruppentherapien zu einem Experten für seine Schmerzerkrankung. Es werden individuelle Verhaltensstrategien entwickelt, um besser mit dem Chronischen Schmerz umgehen zu können. Ziel der Therapie ist die Stärkung der Eigenkompetenz des Patienten im Alltag, um verlorene Lebensqualität dauerhaft wiederzuerlangen.
Die psychologisch-psychotherapeutische Behandlung umfasst im Einzelnen:
- Das psychodiagnostische Aufnahmegespräch
- Mehrere psychotherapeutische Einzelgespräche
- Psychoedukative Gruppengespräche zum Thema Schmerzbewältigung
- Psychoedukative Gruppengespräche zum Thema Stressbewältigung
- Erlernen eines Entspannungsverfahrens in Kleingruppen (Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen oder Autogenes Training)
Die Therapieziele sind:
- Verbesserung der Lebensqualität
- Stärkung der Eigenkompetenzen
- Steigerung des Wohlbefindens
- Senkung der Schmerzintensität
- Abbau von Ängsten und Depressivität